Dein Buch plotten: Konflikte entwickeln

Dein Buch plotten: Konflikte entwickeln

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Konflikte ist, was deiner Geschichte Leben gibt. Konflikt ist, was deine Charaktere bewegt. Konflikt ist Action.

Was ist Konflikt?

Kurz gesagt: Es ist die Suche nach der Antwort auf solche Fragen: „Was passiert als nächstes?“ „Was kommt danach?“ „Bekommt er das Mädchen?“ „Tötet sie den Drachen?“ „Wird er überleben?“ „Wofür braucht sie den Stein?“

Manchmal kommt man in die Situation, vor Ideen für ein Buch nahezu überzusprudeln. Man hat einige tolle Charaktere, über die man schreiben möchte. Man hat eine Welt, ausgereiftes Worldbuilding. Man kennt die Ausstattung des Kinderzimmers des besten Freundes der Protagonistin.

Aber man hat keine Ahnung, was genau passiert.

Was fehlt, sind die Konflikte.

Wie du es schaffst diese zu entwickeln und somit endlich dein Buch zu plotten, zeige ich dir hier in drei möglichen Schritten. (Du kannst alle dieser Möglichkeiten zum Plotten verwenden, oder auch nur eine oder zwei. Das liegt ganz bei dir und den Bedürfnissen deines Buches.)

Möglichkeit Nr. 1: Orte

Wie kommst du aus dem Kinderzimmer des besten Freundes deiner Protagonistin ins Schloss der Prinzessin? Wie kommst du aus dem kleinen, netten Café in die Amtskammer des Kaisers? Wie kommst du aus dem hohen Gebirge in das geheime Hauptquartier der Rebellen ?

Indem du dich fragst, wie deine Charaktere von einem Ort zum Anderen kommen, erschaffst du Bewegung. Und wo Bewegung ist, ist Spannung, Action.

Nicht jeder dieser Orte ist einfach zu erreichen. Um beispielsweise in das Hauptquartier der Rebellen zu gelangen, muss man vorher erstmal wissen, wo es ist. Was tun deine Charaktere, um das herauszufinden? Warum wollen sie überhaupt zu den Rebellen? Gehen sie freiwillig oder werden sie gezwungen, entführt? Durch was? Warum?

Dir selbst Fragen über deine Geschichte zu stellen, ist der Schlüssel zur Planung eines Buches. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, diese zu beantworten. Wenn du es richtig anstellst, werden sich am Ende deine Leser genau dieselben Fragen stellen. Und dann wirst du die Antworten wissen.

Möglichkeit Nr. 2: Personen

Dasselbe Frage-Antwort-Prinzip wie bei den Orten lässt sich auch auf Personen anwenden. Nur die Art der Fragen muss etwas modifiziert werden.

Unter welchen Unständen traf Person 1 die Liebe ihre Lebens? Wann und wo begegneten sich Protagonist und Antagonist das erste Mal. Wie reagierten sie aufeinander? Wie veränderte sich ihre Beziehung im Laufe der Zeit? Was verbindet sie? Welche Hürden haben sie bereits gemeinsam überwunden?

Auch auf einzelne Personen lässt sich dieses Prinzip anwenden. Die dort entstehenden Konflikte sind dann meist innere.

Was fürchtet mein Protagonist? Was will er? Was hasst sie? Was kann er aus welchen Gründen nicht haben?

Innere Konflikte sind mächtig. Sie können kleineren Auseinandersetzungen die Tiefe und Spannung einer ausgewachsenen Katastrophe verleihen.

Ich meine, es ist doch nicht zu viel verlangt, dass Steffen mal das Zimmer wischt, oder? Nun, was seine Frau nicht weiß, ist: Steffen hat ein Kindheitstrauma. Schon der Anblick eines Wischmopps versetzt ihn in Panik.

Das wirft neue Fragen auf. Was hat ihn damals so geprägt? Was ist passiert?

Möglichkeit Nr. 3: Events

Nachdem du dir nun schon ein paar Gedanken zu den Orten und Personen gemacht hast, hast du jetzt vielleicht schon ein paar Ideen zu Geschehen und Ereignissen, die in deinem Buch vorkommen müssen. Steffen hat ein Kindheitstrauma und eine Gruppe Wanderer gelangt in das Hauptquartier der Rebellen.

Jetzt kannst du dir folgende Fragen stellen: (Wie) Hängen diese beiden Ereignisse zusammen? Welche Auswirkungen hat Event 1 auf Event 2? Welche Folgen haben diese Ereignisse? Was muss passiert sein, damit Event 1 überhaupt stattfinden kann?

Auf diese Art erschaffst du eine Kette von Geschehnissen. Und was ist Plot anderes, als eine Kette von Geschehnissen?

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